NRW will Städten mehr Macht über Silvester-Feuerwerk geben

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Gebäude mit Lichtern im Vordergrund, Feuerwerk und Rauch im Hintergrund, unter einem Himmel.

Reul setzt sich weiter gegen ein generelles Feuerwerksverbot ein - NRW will Städten mehr Macht über Silvester-Feuerwerk geben

Silvester-Feuerwerk bleibt in Deutschland eine umstrittene Tradition Während die einen es feiern, sehen andere darin ein unnötiges Risiko. Nun hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul vorgeschlagen, das Sprengstoffgesetz zu ändern, um Städten mehr Kontrolle über den Einsatz von Feuerwerkskörpern zu geben.

Ein generelles Verbot hält Reul für überzogen. Stattdessen sollen Kommunen selbst entscheiden – je nach Bevölkerungsdichte und Sicherheitslage.

Der Minister hat sich wiederholt gegen ein pauschales Feuerwerksverbot ausgesprochen. Er betont, dass Böller und Raketen für viele Menschen Freude bereiten und fest zur Heiligabendtradition gehören. Gleichzeitig erkennt er die Gefahren an: Jedes Jahr kommt es an Silvester zu Verletzungen.

Anstatt ein flächendeckendes Verbot zu verhängen, schlägt Reul vor, die Regelungen so anzupassen, dass Städte eigene Vorschriften erlassen können. Damit könnten lokale Behörden Risiken besser einschätzen und gezielt Einschränkungen vornehmen – etwa in der Nähe von sensiblen Gebäuden oder durch eine Beschränkung auf den 31. Dezember und 1. Januar.

Schon 2023 hatten einige Städte in NRW eigeninitiativ gehandelt: Ahlen und Krefeld erlaubten Feuerwerk, knüpften dies aber an strenge Auflagen. Dazu gehörten Mindestabstände zu Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen schutzbedürftigen Einrichtungen sowie die Beschränkung auf Erwachsene an den beiden Haupttagen.

Reul vertraut darauf, dass die Polizei die Feiern sicher begleiten kann. Als Beispiel führt er das vergangene, vergleichsweise ruhige Silvesterfest an – ein Beleg dafür, dass ein ausgewogener Ansatz funktioniert. Sein Ziel ist es, schwere Zwischenfälle zu verhindern, ohne die Tradition gänzlich zu verbieten.

Die geplanten Änderungen würden die Entscheidungshoheit auf die Kommunen übertragen und ihnen Flexibilität geben, die Regeln an lokale Bedürfnisse anzupassen. Falls umgesetzt, könnten Städte wie Ahlen und Krefeld ihre eigenen Leitlinien weiter anwenden. Reuls Haltung hält die Debatte am Köcheln: Wie lässt sich an Silvester Tradition und öffentliche Sicherheit in Einklang bringen?

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