Skandal bei Grimme Online Awards: Preisträger lehnen Ehrung aus Protest ab

Skandal bei Grimme Online Awards: Preisträger lehnen Ehrung aus Protest ab
Preisträger lehnen Auszeichnung ab
Zwei Preisträger des Awards für Netzkultur verzichten auf die Ehrung – Hintergrund ist der Streit um die Würdigung einer Nahost-Aktivistin.
- Oktober 2025, 06:44 Uhr
Die Verleihung des Grimme Online Awards 2025 war geprägt von Feierlichkeiten – und einer Kontroverse. Zu den Geehrten zählte Eugen Rochko, der für seine Rolle bei Mastodon im Fediverse ausgezeichnet wurde. Doch die Veranstaltung nahm eine unerwartete Wendung, als zwei Filmemacher ihre Preise aus Protest zurückwiesen.
Die Auszeichnungen würdigten Projekte, die sich mit sozialen Themen, Gesundheit und digitaler Barrierefreiheit beschäftigen. Doch ein Streit um einen zurückgezogenen Preis überschattete die Feier – und löste öffentliche Kritik an den Veranstaltern aus.
Bei der Zeremonie im Oktober 2025 wurden vielfältige digitale Projekte geehrt. Eugen Rochko erhielt den Preis für Mastodon, das dezentrale soziale Netzwerk. Weitere Preisträger waren der Podcast „Parlamentsrevue“, der für seine verständliche Aufbereitung parlamentarischer Arbeit mit minimalen Mitteln gelobt wurde, der Instagram-Kanal „Femizide stoppen“, der Femizide dokumentiert, sowie „Barrierebrecher“, eine Gruppe von Creator:innen mit Behinderung, die ihre Erfahrungen teilen.
Gesundheitsbezogene Projekte wie der Instagram-Account „Gynaekollege“, der gynäkologische Aufklärung bietet, sowie „Little Monsters“ (WDR) und „Know & Grow“ (SWR für funk), die sich mit Lifestyle und Ernährung beschäftigen, wurden ebenfalls ausgezeichnet. Das interaktive Spiel „Herbst 89 – Auf den Straßen von Leipzig“ ermöglichte Nutzer:innen, die letzten Tage der DDR nachzuerleben, und erhielt Anerkennung für seine historische Aufbereitung.
Doch die Veranstaltung wurde jäh unterbrochen, als die Regisseure Moritz Riesewieck und Hans Block ihren Preis ablehnten. Sie legten die Trophäe auf das Podium und verließen den Saal – eine Grimme-Mitarbeiterin musste sie später bergen. Ihr Protest richtete sich gegen die Aberkennung des Preises für die junge Nahost-Aktivistin Judith Scheytt, der Antisemitismus vorgeworfen wird. Block bezeichnete die Entscheidung als „massiven Angriff auf die Unabhängigkeit der Jury“, während Riesewieck der Grimme-Direktorin Çiğdem Uzunoğlu vorwarf, Verantwortung zu umgehen.
Uzunoğlu räumte später ein, dass das Verfahren zur Preisrücknahme „formell inkorrekt“ gewesen sei. Sie kündigte an, das Grimme-Institut von seinem Förderverein zu trennen, um künftige Einmischungen zu verhindern.
Die Grimme Online Awards 2025 präsentierten innovative digitale Projekte zu Gesundheit, Politik und sozialer Gerechtigkeit. Doch die Veranstaltung wird auch wegen des öffentlichen Protests gegen eine Aberkennung in Erinnerung bleiben. Die Veranstalter stehen nun unter Druck, ihre Entscheidungsprozesse zu reformieren, um ähnliche Konflikte in zukünftigen Auflagen zu vermeiden.

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