Wie analoge Begegnungsorte die Demokratie und den Zusammenhalt stärken können

Admin User
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Ein Plakat mit einem Mann und dem Text "Dieser Mann ist dein Freund" oben und "Er kämpft für die Freiheit" unten.

Wie analoge Begegnungsorte die Demokratie und den Zusammenhalt stärken können

Die neue Ausgabe von FUTURZWEI rückt die Bedeutung bedachter Menschen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch persönliche Begegnungen in den Fokus. Das von dem Sozialpsychologen Harald Welzer mit herausgegebene Magazin argumentiert, dass gemeinsame physische Räume die Demokratie und das Gemeinschaftsgefühl stärken können. Beispiele wie die Helsinkier Bibliothek Oodi zeigen, wie solche Orte Menschen zum Austausch, zur Planung und Zusammenarbeit zusammenbringen.

Die aktuelle FUTURZWEI wendet sich von digitaler Empörung und Polarisierung ab und lenkt den Blick stattdessen auf vernünftige Menschen, die durch Alltagstaten wie Hilfsbereitschaft und ehrenamtliches Engagement den sozialen Zusammenhalt wahren. Viele lassen sich von Debatten über Filterblasen nicht beeindrucken und setzen sich weiterhin in lokalen Initiativen und im bürgerlichen Leben ein.

Das Magazin erkundet analoge Gemeinschaftsbildung und bezeichnet diese Räume als die "Wohnzimmer der Gesellschaft". Oodi, Helsinkis zentrale Bibliothek, dient dabei als zentrales Vorbild – ein multifunktionaler Ort, der die städtische Demokratie fördert. Seine Prinzipien ließen sich auf Volkshochschulen, Kirchen oder Gemeindezentren übertragen. Eine breite Palette an Akteuren kann diesen Wandel vorantreiben: Anwohner:innen, Nachbarschaftsvereine, Stadtplaner:innen und NGOs ebenso wie Schulen, Universitäten, Kultureinrichtungen und kleine Unternehmen. Auch religiöse Gemeinschaften, Gesundheitsbehörden, lokale Politiker:innen, Landschaftsarchitekt:innen, Jugendgruppen, Sportvereine und Förderstiftungen können sich beteiligen.

Der Niedergang traditioneller Mediengeschäftsmodelle hat Plattformen in Richtung Skandalisierung und Personalisierung gedrängt. Diese Entwicklung schuf, was FUTURZWEI als "Empörungsprofis" bezeichnet – Figuren, die von digitalen Konflikten profitieren. Das Magazin hält dagegen: Analoge Räume bieten einen Ausgleich, indem sie den realen Dialog über digitale Spaltung stellen.

Als Strategie gegen gesellschaftliche Zersplitterung schlägt die Ausgabe vor, mehr multifunktionale Begegnungsstätten zu schaffen. Durch die Nachahmung von Modellen wie Oodi können Gemeinden die Demokratie durch geteilte Räume stärken. Ziel ist es, lokale Akteur:innen zu befähigen, Verbindungen jenseits des digitalen Lärms aufzubauen.

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