Möbelbranche kämpft 2026 mit Kurzarbeit und sinkenden Umsätzen gegen die Krise

Elvira Ziegert
Elvira Ziegert
2 Min.
Ein Raum voller verschiedener Möbelstücke, einschließlich eines Tisches mit Gegenständen, Regalen mit Gegenständen, einem Foto Rahmen an der Wand, einem Fenster, Deckenleuchten und einer Treppe, Teil eines neuen Ladens in Heidelberg, Deutschland.Elvira Ziegert

Kein guter Polster - anhaltender Einbruch in der Möbelindustrie - Möbelbranche kämpft 2026 mit Kurzarbeit und sinkenden Umsätzen gegen die Krise

Die Möbelindustrie in Deutschland steht vor einem weiteren schwierigen Jahr, da die Umsätze weiter zurückgehen. Viele Unternehmen planen nun Kurzarbeit, um die schwache Nachfrage zu Beginn des Jahres 2026 zu bewältigen. Die Branche kämpft seit Langem mit sinkenden Erträgen, steigenden Kosten und wachsendem Wettbewerb aus dem Ausland.

Die Probleme der Industrie begannen bereits 2023: Bis Februar 2026 meldeten rund 150 Möbelhersteller Insolvenz an. Hohe Energiekosten, nachlassende Nachfrage und stark gestiegene Produktionskosten trieben viele Betriebe in die Krise. Ladenschließungen und finanzielle Engpässe folgten – besonders bei kleineren Produzenten.

Die Umsätze sinken nun bereits das dritte Jahr in Folge: 2025 gingen die Erlöse um 3,4 Prozent auf knapp unter 15,8 Milliarden Euro zurück. Der deutsche Markt, der zwei Drittel der Branchenumsätze ausmacht, ist am stärksten betroffen. Ein kurzer Boom während der Pandemie führte zu einer Sättigung des Marktes und ließ kaum Raum für neues Wachstum.

Höhere Zinsen und Baukosten haben zudem Wohnungsbauprojekte ausgebremst – ein wichtiger Treiber für Möbelverkäufe. Ein Umzug veranlasst viele Menschen zum Neukauf von Einrichtungsgegenständen, doch die stockende Bautätigkeit dämpft die Nachfrage zusätzlich. Gleichzeitig überschwemmen günstige Importe aus Asien den unteren Preissektor und verschärfen den Wettbewerb.

Trotz der Herausforderungen ist die Stimmung etwas weniger pessimistisch als noch vor einem Jahr. Die Unternehmen erwarten, dass sich die Lage bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 stabilisiert. Dennoch führen zurückhaltende Konsumausgaben und wirtschaftliche Unsicherheit dazu, dass größere Anschaffungen aufgeschoben werden – die Branche bleibt in einem labilen Zustand.

Ein Drittel der Möbelhersteller will zu Jahresbeginn 2026 Kurzarbeit einführen, um die Talfahrt abzufedern. Die Erholung der Branche bleibt ungewiss, da hohe Kosten und schwache Nachfrage weiterhin auf dem Wachstum lasten. Fürs Erste konzentrieren sich die Unternehmen auf das Überleben – nicht auf Expansion.

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