Wuppertals neue CDU-SPD-Koalition startet mit ehrgeizigen Plänen bis 2030
Wuppertals neue CDU-SPD-Koalition startet mit ehrgeizigen Plänen bis 2030
Wuppertals CDU und SPD besiegeln Koalitionsvertrag nach fast sechs Monaten Verhandlungen
Nach nahezu halbjährigen Gesprächen haben CDU und SPD in Wuppertal eine Koalitionsvereinbarung unterzeichnet. Das Abkommen legt gemeinsame Schwerpunkte für die Stadt bis 2030 fest. Beide Parteien regieren künftig mit einer knappen Mehrheit von nur zwei Sitzen im Rat.
Bei der Kommunalwahl im vergangenen September ging die SPD als stärkste Kraft hervor. Ihre Kandidatin Miriam Scherff sicherte sich zudem das Amt der Oberbürgermeisterin.
Zu den zentralen Vorhaben der Koalition zählen der Bau des Pina-Bausch-Zentrums, die Vorbereitungen für die Bundesgartenschau 2031 sowie eine neue Spielstätte für den Handball-Bundesligisten Bergischer HC. Ein Beirat soll die Umsetzung dieser Projekte begleiten und den Austausch zwischen Politik und Verwaltung erleichtern.
Straßen und Brücken sanieren, Armut bekämpfen Die Instandsetzung des Straßen- und Brückennetzes in Wuppertal soll mit dem neuen Plan beschleunigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Armutsbekämpfung: Geplant sind der Ausbau von Hilfsangeboten für Kinder und Senioren sowie präventive Maßnahmen und eine bessere Vernetzung sozialer Dienste.
Wirtschaft fördern, Digitalisierung vorantreiben Um das Wirtschaftswachstum zu stärken, sollen Genehmigungsverfahren für Unternehmen zügiger ablaufen. Ein verbindlicher Service für Investoren soll Ansiedlungen und Standorttreue fördern. Auch die Digitalisierung wird vorangetrieben – unter anderem mit einem neuen Bürgerportal.
Sicherheit, Betreuung und Verkehr im Fokus Mehr Polizeipräsenz soll die öffentliche Sicherheit erhöhen. Gleichzeitig werden Ganztagsangebote für Schulen ausgebaut und die Radinfrastruktur erweitert. Ein Schlichtungsgremium soll frühzeitig Konflikte lösen und die Stabilität der Partnerschaft bis 2030 sichern.
Der Koalitionsvertrag gibt Wuppertal eine klare Marschroute für die nächsten sechs Jahre vor. Zu den ersten sichtbaren Veränderungen zählen beschleunigte Infrastrukturprojekte, neue Kulturstätten und gestärkte soziale Angebote. Entscheidend für den Erfolg wird sein, ob die knappe Ratsmehrheit die Zusammenarbeit trägt.
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