Neues Koordinationszentrum im Bergischen Land kämpft gegen organisierte Kriminalität

Andree Trubin
Andree Trubin
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Ein Plakat mit einer farbigen Karte der Strategic Alliance Cyber Crime Working Group, umgeben von Logos und Namen der beteiligten Organisationen in fetter schwarzer Schrift.Andree Trubin

Neues Koordinationszentrum im Bergischen Land kämpft gegen organisierte Kriminalität

Fünf Städte im Bergischen Land haben ein neues Koordinationszentrum zur Bekämpfung der organisierten und Wirtschaftskriminalität ins Leben gerufen. Das Gemeinsame Koordinationszentrum (GeKo) Rhein-Wupper soll als Vorbild für die kommunale Zusammenarbeit dienen, indem es Ressourcen und Fachwissen über Verwaltungsgrenzen hinweg bündelt. Das vom Land Nordrhein-Westfalen finanzierte Projekt zielt darauf ab, die Sicherheit durch den Austausch von Erkenntnissen und gemeinsame Ermittlungsmaßnahmen zu stärken.

Das GeKo fungiert als zentrale Plattform für den Informationsaustausch, die Risikobewertung und die Entwicklung präventiver Strategien. Zu den Schwerpunktthemen zählen Banden- und Clankriminalität, Sozialleistungsbetrug, Menschenhandel, Problemimmobilien, Scheinfirmen sowie Geldwäsche. Durch die systematische Nutzung kommunalen Wissens – etwa aus Gewerbeämtern, Außendienstteams und Liegenschaftsverwaltungen – wird das Zentrum den Strafverfolgungsbehörden entscheidende Hinweise liefern.

Stefan Grawe mit Sitz in Wuppertal übernimmt die Koordination des GeKo, unterstützt von einem Lenkungsausschuss und festen Ansprechpartnern in jeder beteiligten Kommune. Das Vorhaben wird mit 280.000 Euro aus Landesmitteln im Rahmen des Programms "Interkommunale Zusammenarbeit" gefördert, das auch Fachberatung bietet. Die Zusammenarbeit erstreckt sich zudem auf Bundes- und Landesbehörden wie Zoll, Polizei, Staatsanwaltschaften und Finanzermittlungsstellen, um Ermittlungen zu beschleunigen und die Effizienz zu steigern.

Die Initiative knüpft an bestehende regionale Ansätze an, etwa an gemeinsame Ermittlungseinheiten im Ruhrgebiet und der Rhein-Main-Region. Doch das GeKo Rhein-Wupper hebt sich dadurch ab, dass es die langfristige Zusammenarbeit formalisiert und Wissen aus mehreren Städten zusammenführt. Zu seinem Auftrag gehört auch der Schutz öffentlicher Einrichtungen und die Stärkung des Vertrauens der Bürger in die Demokratie – durch die Bekämpfung von Finanzkriminalität und organisierten Netzwerken.

Die fünf Städte des Bergischen Landes betonen, dass Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist und die interkommunale Zusammenarbeit das wirksamste Instrument darstellt. Mit seinem strukturierten Ansatz – der lokalen Expertise mit Landes- und Bundesbehörden vernetzt – strebt das GeKo nachhaltige Erfolge in der Kriminalitätsbekämpfung an. Das Modell könnte künftig als Blaupause für ähnliche regionale Netzwerke dienen.

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