ZVEI skizziert zwei zentrale Hebel für ein flexibleres und transparentes Stromnetz bis 2027

Andree Trubin
Andree Trubin
2 Min.
Eine lange Reihe von Servern in einem Rechenzentrum, mit elektronischen Geräten in den Racks und Lampen oben.Andree Trubin

ZVEI skizziert zwei zentrale Hebel für ein flexibleres und transparentes Stromnetz bis 2027

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat zentrale Maßnahmen skizziert, um die Flexibilität und Transparenz des Stromnetzes zu verbessern. Auf dem Climate Solution Forum im Rahmen der E-world energy & water in Essen diskutierten Experten zwei zentrale Handlungsfelder zur Modernisierung des Netzbetriebs.

Bis Ende 2023 hatten acht deutsche Verteilnetzbetreiber Pilotprojekte für Steuerungssysteme gestartet. Besonders aktiv waren die Initiativen in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Der ZVEI betonte jedoch, dass vereinzelte Testläufe nicht ausreichen – für ein zuverlässigeres Netz seien flächendeckende Einführung, klare technische Schnittstellen und robuste regulatorische Rahmenbedingungen erforderlich.

Die Einführung dieser Steuerungssysteme soll ab 2026 beschleunigt werden, mit dem Ziel, bis 2027 messbare Flexibilitätssteigerungen in Niederspannungsnetzen zu erreichen. Zudem wies der ZVEI auf die Bedeutung hin, Integrationslücken zwischen Komponenten und Systemen zu schließen. Die Überführung erfolgreicher Pilotprojekte in den großflächigen Einsatz bleibt eine Priorität, um die Netzresilienz zu stärken.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Digitalen Produktpass 4.0 (DPP4.0), der ein vertrauenswürdiges Datenrahmenwerk für den gesamten Lebenszyklus eines Produkts schaffen soll. Sein Erfolg hängt von einer breiten Branchenbeteiligung, einem unabhängigen Datenökosystem und der nahtlosen Einbindung in einen sicheren digitalen Raum ab. Ziel ist es, Transparenz und Qualität im Netzbetrieb zu erhöhen.

Laut ZVEI existiert die technologische Grundlage für ein leistungsfähiges Netz bereits. Die nächsten entscheidenden Schritte umfassen schnellere Standardisierung, konsequente Umsetzung und die Skalierung bewährter Lösungen, um ein effizientes und flexibles Energiesystem aufzubauen.

Der Schub für die Netzbetriebsmodernisierung basiert auf der beschleunigten Einführung von Steuerungssystemen und der Übernahme des DPP4.0-Rahmens. Durch die Zusammenarbeit von Herstellern, Betreibern und Regulierungsbehörden soll ein transparenteres, anpassungsfähigeres und effizienteres Stromnetz entstehen. Das Ziel, bis 2027 die Flexibilität in Niederspannungsnetzen zu steigern, markiert einen wichtigen Meilenstein in diesem Wandel.

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