Vom bayerischen Bauernhof zur Samurai-Schule: Ein Meister verbindet Welten

Jolanta Meyer
Jolanta Meyer
2 Min.
Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung eines Samurai im traditionellen japanischen Stil, das detailreiche und leuchtende Farben zeigt und auf einem weißen Hintergrund liegt.Jolanta Meyer

Vom bayerischen Bauernhof zur Samurai-Schule: Ein Meister verbindet Welten

Ōtsuka Ryūnosuke, ein 33-jähriger Meister der Samurai-Kampfkunst, steht heute der traditionellen Schule Hokushin Itto-Ryū Hyōhō vor. Geboren wurde er in München als Markus Lösch – ursprünglich träumte er davon, Schriftsteller zu werden, doch schließlich widmete er sich den Kampfkünsten. Sein Weg führte ihn von Deutschland nach Japan, wo er die Schule erbte und deren Hauptsitz später nach Bayern verlegte.

Sein Weg zur Meisterschaft in der Samurai-Tradition begann mit 18 Jahren, als er Deutschland verließ, um in Japan zu trainieren. Dort widmete er sich nach einer Verletzung, die seine Leidenschaft für das englische Langbogen-Schießen beendete, den Disziplinen Kendō und Iaidō. Seine Hingabe war so groß, dass ihn sein Lehrer schließlich adoptierte – dessen Familiennamen er 2016 bei der Übernahme der Schulleitung annahm.

Unter seiner Führung erlebte die Schule einen rasanten Aufschwung. Als er 2016 den Hauptsitz von Tokio nach München verlegte, wuchs die Zahl der Schüler von überwiegend japanischen Mitgliedern zu einer internationalen Gemeinschaft. Bis 2024 stieg der Anteil nicht-japanischer Schüler um 300 Prozent, mit Zweigen in über 20 Ländern, darunter Deutschland, Italien und Großbritannien. Vor dem Umzug nach Lengenwang im Jahr 2025 zählte die Schule rund 1.200 aktive Schüler und unterhielt 45 Trainingsstätten weltweit.

Der neue Hauptsitz in Lengenwang befindet sich auf einem Bauernhof, den Ōtsuka erwarb, um näher bei seinen Eltern zu sein. Er plant, den Garten in ein Freiluft-Dōjō umzugestalten und die alte Scheune für das Training zu renovieren. Zudem soll ein japanischer Schrein entstehen, um die Tradition zu ehren. Über das Training hinaus möchte er Matsuri veranstalten – japanische Straßenfeste, die bayerische und japanische Kultur verbinden.

Der Umzug nach Lengenwang markiert ein neues Kapitel für die Hokushin Itto-Ryū Hyōhō. Mit erweiterten Trainingsmöglichkeiten und kulturellen Veranstaltungen will Ōtsuka die Samurai-Tradition bewahren und gleichzeitig mit dem bayerischen Leben verknüpfen. Die Umgestaltung des Hofs soll in den kommenden Jahren sowohl dem Training als auch gemeinschaftlichen Begegnungen dienen.

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