Tanz als Protest: Bottrop kämpft gegen Gewalt an Frauen mit One Billion Rising

Jolanta Meyer
Jolanta Meyer
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Solidarität und Feminismus' steht, eine Straße entlang. Im Hintergrund sind geparkte Fahrzeuge und Gebäude unter einem klaren blauen Himmel zu sehen.Jolanta Meyer

Tanz als Protest: Bottrop kämpft gegen Gewalt an Frauen mit One Billion Rising

Zum elften Mal in Folge versammelten sich Aktivistinnen und Aktivisten in Bottrop, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Demonstration fand am 14. Februar 2026 im Rahmen der weltweiten Kampagne One Billion Rising statt. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall nahmen 80 Teilnehmende auf dem Ernst-Wilczok-Platz an der Veranstaltung teil, um besseren Schutz und Gerechtigkeit für Betroffene zu fordern.

Organisiert wurde der Protest vom Frauenzentrum Courage, das auf die anhaltenden Versäumnisse beim Schutz von Frauen und Mädchen vor männlicher Gewalt hinwies. Das diesjährige Motto Ni una menos – Women on fire richtete den Fokus auf Femizide, insbesondere auf Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner.

Die Band A Mournful Experience sorgte mit Live-Musik für die passende Stimmung, während die Tanzchoreografie von der Peter-Frank-Tanzschule angeleitet wurde. Susanne Lehmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, betonte in ihrer Rede, dass Tanz eine kraftvolle Möglichkeit sei, Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und Frauen zu stärken.

Auch lokale Politiker wie Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld und die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert nahmen an der Veranstaltung teil. Die Aktion ist Teil einer globalen Bewegung, die 2012 von Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Heute tanzen Menschen in über 200 Ländern im Rahmen von One Billion Rising, um gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu protestieren.

Besonders engagiert zeigen sich Deutschland und Österreich, wo jährlich Flashmobs und Tanzevents in Städten wie Potsdam, Würzburg, Krems und Meran stattfinden. Organisiert werden diese von Frauengruppen, Gleichstellungsstellen und NGOs, die die Kampagne jedes Jahr im Februar sichtbar machen.

Die Bottroper Demonstration reiht sich ein in Tausende ähnliche Aktionen weltweit, die die Forderung nach wirksamerem Schutz vor Gewalt unterstreichen. Mit der Teilnahme lokaler Verantwortungsträger und Aktivistinnen machte die Veranstaltung deutlich: Das Problem besteht fort – und mit ihm der ungebrochene Wille, es zu beenden.

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