Zugbegleiterin fordert nach 25 Jahren mehr Schutz vor Gewalt bei der Deutschen Bahn

Jolanta Meyer
Jolanta Meyer
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Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit Menschen in Helmen, die drumherum stehen, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Jolanta Meyer

Zugbegleiterin fordert nach 25 Jahren mehr Schutz vor Gewalt bei der Deutschen Bahn

Mandy Brune, eine Zugbegleiterin aus Saerbeck, arbeitet seit 25 Jahren bei der Deutschen Bahn. Sie liebt ihren Beruf, doch zunehmend sieht sie sich Risiken ausgesetzt – von verbalen Bedrohungen bis zu körperlicher Einschüchterung. Jetzt erhebt sie ihre Stimme und fordert besseren Schutz für Bahnmitarbeiter.

Jahre der Misshandlung am Arbeitsplatz hat Brune erlebt. Fahrgäste haben sie beschimpft, mit Gewalt gedroht und selbst dann nicht eingegriffen, wenn sie Hilfe brauchte. Am schlimmsten, sagt sie, seien die Momente, in denen Umstehende einfach nur zuschauen, ohne einzugreifen.

Allein bei DB Regio Nordost – zuständig für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – wurden 2024 bislang 89 körperliche Angriffe und rund 1.000 verbale Übergriffe auf Mitarbeiter registriert. Zwar gibt es keine bundesweite Statistik für 2023, doch das Problem bleibt flächendeckend bestehen.

Brune unterstützt die Kampagne 'Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!' und macht auf die Gefahren aufmerksam, denen Zugbegleiter täglich ausgesetzt sind. Die Initiative ruft Fahrgäste dazu auf, mehr Respekt und Solidarität gegenüber Bahnmitarbeitern zu zeigen.

Neithard von Böhlen, Landesvorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Nordrhein-Westfalen, fordert konsequente Maßnahmen: unter anderem Doppelte Besetzungen in Zügen, Körperkameras für das Personal und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Gewaltfälle gegen Bahnmitarbeiter.

Trotz der Risiken verzeichnet Brune kleine Fortschritte. Immer mehr Fahrgäste greifen ein, wenn sie bedroht wird – ein Wandel, den sie auf das wachsende Bewusstsein für das Problem zurückführt.

Die Kampagne kämpft weiter für sichere Arbeitsbedingungen. Brunes Engagement und die Forderungen der Gewerkschaften zielen darauf ab, Übergriffe zu verringern und Bahnmitarbeitern besseren Schutz zu bieten. Bis dahin macht sie weiter – in der Hoffnung auf eine Zukunft, in der Zugbegleiter nicht länger allein mit solchen Gefahren konfrontiert sind.

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