Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikale Verwandlung beginnt

Elvira Ziegert
Elvira Ziegert
2 Min.
Ein großer Schutthaufen inmitten einer Baustelle, umgeben von Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel, mit einer Abrissmaschine am unteren Bildrand.Elvira Ziegert

Raum für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks Explodiert - Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikale Verwandlung beginnt

Ein bedeutender Schritt bei der Umgestaltung der rheinischen Region wurde in dieser Woche vollzogen: Der 117 Meter hohe Kühlturm des ehemaligen Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf wurde mit kontrollierten Sprengungen abgerissen. Was einst ein Symbol der industriellen Energiegewinnung war, soll nun zu einem Zentrum für digitale Innovation und Bildung werden.

Der Turm gehörte zum Block Q, der den Spitznamen Die Quelle trug und 2021 endgültig stillgelegt wurde. Sein Abriss markiert den Beginn einer umfassenden Neugestaltung auf einer Fläche von 70 Hektar – das entspricht mehr als 90 Fußballfeldern.

Für die Sprengung mussten vorübergehend nahegelegene Straßen sowie ein Abschnitt des Erft-Flusses gesperrt werden. Dank umfassender Sicherheitsvorkehrungen verlief die Aktion ohne Zwischenfälle. Der nördliche Teil des Kraftwerks, in dem der Turm stand, soll bis Mitte 2028 vollständig abgerissen sein.

In den 1960er-Jahren war Frimmersdorf das größte Kraftwerk Europas. Heute zeichnet sich eine völlig andere Zukunft ab: Auf dem Gelände entsteht ein Digital- und Innovationshub für Industrie, Handel und Dienstleistungen sowie ein IT-Sicherheitscampus für die öffentliche Verwaltung. Ein historischer Lehrpfad wird zudem die Geschichte des Braunkohleabbaus in der Region nachzeichnen.

Nicht alle Spuren des alten Kraftwerks werden verschwinden. Die 550 Meter lange Maschinenhalle, ein unter Denkmalschutz stehendes Bauwerk, bleibt erhalten. Gleichzeitig wird das zentrale Kraftwerksgebäude zu einem Rechenzentrum für die IT.NRW, die IT-Behörde des Landes, umgenutzt.

Bisher sind neben dem Digital-Hub und dem IT-Campus keine weiteren industriellen oder gewerblichen Projekte für das Gelände bestätigt. Die Umgestaltung soll die Wirtschaft des Rheinlands von der Braunkohle hin zu Technologie und Bildung lenken.

Der Abriss des Kühlturms Die Quelle steht für das Ende einer Ära in Frimmersdorf. Bis Mitte 2028 wird der nördliche Teil des Kraftwerks verschwunden sein und Platz für neue Einrichtungen schaffen. Die Verwandlung des Geländes spiegelt den größeren Wandel im Rheinland wider, wo die Kohle zunehmend digitaler Infrastruktur und zukunftsorientierter Ausbildung weicht.

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